Zu meiner Person 

Emre Deniz – Biomedical Consulting
Laborberatung aus einer Hand – von der Routine über die Akkreditierung bis zur Erstattung.

Über mich
Ich komme aus dem Labor – und genau das prägt meine Arbeit bis heute.
Angefangen habe ich mit der Ausbildung zum MTLA in Oldenburg. Danach habe ich viele Jahre selbst an den Geräten gestanden, zuerst in Oldenburg und Brake, wo mich die Hämatologie nicht mehr losgelassen hat. Ich habe mich darin zum Biomedizinischen Fachanalytiker weitergebildet und nebenbei klinische Studien koordiniert.
2019 bin ich nach Berlin gegangen, erst zu Labor Berlin – Charité Vivantes, dann an die DRK-Kliniken Berlin. Dort habe ich die gesamte Routinediagnostik von der klinischen Chemie bis zur Immunhämatologie abgedeckt, Analysen validiert und Qualitätskontrollen verantwortet. In dieser Zeit habe ich mich zum Qualitätsmanager weitergebildet und meinen Master in Biomedical Sciences gemacht.
Dann wollte ich verstehen, wie Entscheidungen im Gesundheitssystem eigentlich zustande kommen. Bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung habe ich genau das erlebt: Ich habe HTA-Berichte geschrieben, an labordiagnostischen Pfaden mitgearbeitet und Anträge geprüft, mit denen neue Leistungen in den EBM aufgenommen werden sollten. Später habe ich Krankenhäuser zur Digitalisierungsförderung beraten und in einem privaten Labor ein Qualitätsmanagement nach ISO 15189 von Grund auf mit aufgebaut.
Seit Oktober 2026 bin ich selbstständig. Mein Ziel ist einfach: Kliniken, Laboren und Unternehmen im Gesundheitswesen dabei helfen, dass gute Diagnostik nicht an Formalitäten, Abläufen oder Erstattungsfragen scheitert – und das medizinische Fachpersonal dort zu entlasten, wo Strukturen und Systeme mehr leisten können.

Was ich für Sie tun kann
Wer eine Klinik, ein Labor oder ein Diagnostik-Unternehmen führt, bewegt sich zwischen drei Welten: der medizinischen Versorgung im Alltag, den Anforderungen an Qualität und Akkreditierung und den Regeln des Gesundheitssystems. Ich habe in allen dreien gearbeitet – und kann deshalb zwischen ihnen übersetzen.

Market Access & Erstattung
Sie haben einen neuen Test entwickelt, der Patientinnen und Patienten wirklich weiterhilft? Dann ist der schwierigste Teil oft noch nicht geschafft: Die Leistung muss in der gesetzlichen Krankenversicherung abrechenbar werden.
Am Anfang steht die entscheidende Weichenstellung: Handelt es sich um eine neue Untersuchungsmethode, die nach § 135 Abs. 1 SGB V zunächst vom Gemeinsamen Bundesausschuss bewertet werden muss? Oder kann die Leistung direkt über den Bewertungsausschuss nach § 87 SGB V in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen werden? Diese Frage bestimmt Aufwand, Dauer und Erfolgsaussichten des gesamten Vorhabens.
Darauf aufbauend begleite ich Sie durch das passende Verfahren: von der systematischen Aufbereitung der Evidenz nach den Maßstäben der evidenzbasierten Medizin über die Erstellung und Begründung des Antrags bis zur fachlichen Begleitung im Verfahren. Reicht die Studienlage für eine Bewertung noch nicht aus, kann eine Erprobung nach § 137e SGB V ein sinnvoller Weg sein. Nach einem positiven Beschluss des G-BA muss der Bewertungsausschuss den EBM nach § 87 Abs. 5b SGB V innerhalb von sechs Monaten anpassen – auch diesen Schritt begleite ich.
Weil ich solche Anträge bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung selbst geprüft habe, weiß ich, welche Fragen gestellt werden und woran Anträge scheitern.

Qualitätsmanagement
Die Akkreditierung steht vor der Tür, aber die Dokumentation ist lückenhaft? Oder das QM-System gibt es zwar, gelebt wird es aber kaum? Ich schaue mir gemeinsam mit Ihnen an, wo Sie stehen, und baue mit Ihrem Team auf, was fehlt – nach ISO 15189 für die Akkreditierung medizinischer Laboratorien oder nach ISO 9001 für die Zertifizierung von Organisationen im Gesundheitswesen. Dabei achte ich darauf, dass am Ende kein Papiertiger entsteht, sondern ein System, das den Arbeitsalltag erleichtert statt ihn zu belasten. Auch Fragen zur IVDR bei Eigenentwicklungen gehören dazu.
Damit das leichter fällt, habe ich mit Qurato eine eigene QM-Software entwickelt. Sie wird bald verfügbar sein und ist Teil meiner Beratung.

Laborautomation, Harmonisierung & automatisierte diagnostische Pfade
Kaum eine Einrichtung ist am Reißbrett entstanden. Über die Jahre kommen neue Geräte, neue Methoden und manchmal neue Standorte dazu – und irgendwann passt nicht mehr alles zusammen. Ich helfe Ihnen, Abläufe zu automatisieren und Systeme aufeinander abzustimmen.
Einen besonderen Schwerpunkt lege ich dabei auf automatisierte diagnostische Pfade. Evidenzbasierte Pfade, die festlegen, welche Untersuchung bei welcher Fragestellung sinnvoll ist und welcher Schritt auf welchen folgt, gibt es für viele Krankheitsbilder bereits. Im Klinikalltag hängt ihre Umsetzung aber oft davon ab, dass Ärztinnen, Ärzte und medizinisches Fachpersonal im richtigen Moment daran denken – bei hohem Aufkommen und knappem Personal keine Selbstverständlichkeit.
Genau hier setzt die Automatisierung an: Die Logik des Pfades wird als Regelwerk im Laborinformationssystem oder in der Middleware hinterlegt. Ist ein Befund auffällig, stößt das System die nächste sinnvolle Untersuchung aus derselben Probe automatisch an; ist er unauffällig, entfallen weitere Tests. Fachkräfte müssen nicht mehr jeden Fall selbst im Blick behalten und können sich auf das konzentrieren, was wirklich ihre Aufmerksamkeit braucht.
Für Kliniken bedeutet das zweierlei: Das Fachpersonal wird entlastet, weil Routineentscheidungen nicht mehr manuell getroffen werden müssen. Und die Diagnostik wird kosteneffizienter, weil unnötige Anforderungen und Doppeluntersuchungen wegfallen, während die medizinisch notwendigen Schritte verlässlich und ohne Zeitverlust erfolgen.
Ich übersetze bestehende Pfade gemeinsam mit den beteiligten Fachabteilungen in solche Regelwerke, stimme sie auf Ihr Leistungsspektrum und Ihre Systeme ab und begleite die Einführung. Die Erfahrung dafür bringe ich aus meiner Arbeit an labordiagnostischen Pfaden bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und aus vielen Jahren Routinediagnostik mit.

So arbeiten wir zusammen
Am Anfang steht ein offenes Gespräch – ganz ohne Verpflichtung. Sie schildern mir Ihr Vorhaben, ich verschaffe mir ein Bild von der Ausgangslage und mache Ihnen ein Angebot mit klar umrissenem Umfang. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit den Menschen, die später damit arbeiten. Denn am Ende zählt, dass Strukturen und Systeme das medizinische Fachpersonal spürbar entlasten – und damit mehr Zeit für das bleibt, worum es eigentlich geht: die Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Kontakt
Sie haben eine Frage oder ein konkretes Vorhaben? Schreiben Sie mir einfach über das Kontaktformular oder auf LinkedIn. Ich freue mich auf das Gespräch und melde mich zeitnah.

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